Ich bin mir selber fremd geworden

Die beiden Leipziger Künstler:innen-Kollektive performen das besondere Kunstprojekt „Ich bin mir selber fremd geworden“ zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte.

In einem Hybrid aus Musiktheater, Performance und Konzert schaffen sie eine neue, künstlerische Form der Erinnerungskultur. Die Künstler:innen machen die beklemmende Gefangenschaft in Hoheneck mit Augen und Ohren greifbar, vermitteln eindringlich eine Ahnung von Ohnmacht und Gewalt und errichten den inhaftierten Frauen aus ihren eigenen Worten ein machtvolles Denkmal. Ausgangspunkt sind zeitgenössische Vertonungen von Gedichten, die während der Haft in Hoheneck geschrieben wurden, sowie weitere, instrumentale Kompositionen, die Einzelheiten des Haftalltags in Hoheneck musikalisch verarbeiten.

Dieses Aufarbeitungsprojekt wagt den Versuch, eine neue Form der Erinnerungskultur zu finden, denn Erinnerungskultur ist mehr als ein Akt des Gedenkens. Sie lebt von der Einsicht, dass Geschichte ein lebendiger Prozess ist. Es geht darum, das Unrecht der Vergangenheit zu benennen, die Werte der Freiheit, Demokratie und Menschenrechte zu bewahren und uns als Gesellschaft weiterzuentwickeln.

Veranstaltungs­informa­tionen

Wann?

Wo?

Kulturzentrum COMMA

Heinrichstraße 47

07545, Gera

Anmeldung erforderlich?

Ja

Gedenkstätte Amthordurchgang (info@torhaus-gera.de)

Kontakt

Telefonnummer: 0361 / 57 32 12 701
E-Mail Adresse: info@lzt.thueringen.de