Der Holocaust in Literatur und Film: Der Ruf

Philosophieprofessor Mauthner, 1933 entlassen und zwangsweise in die USA emigriert, erhält nach dem Krieg einen Ruf an seine alte Universität in Göttingen. Er entschließt sich zurückzukehren. Schon mit seiner Ankunft und der Antrittsvorlesung an der Universität schlägt ihm antisemitischer Hass entgegen.

Fritz Kortner, der die Hauptrolle spielt und das Drehbuch schrieb, war ein berühmter Film- und Theaterschauspieler der Weimarer Republik. Er musste 1933 emigrieren und kehrte für den Film DER RUF 1948 erstmals wieder nach Deutschland zurück.

Der Ruf (D/US. Zone 1949, Josef von Báky) 104 Min., 35 mm


Zur Reihe “Der Holocaust in Literatur und Film der Nachkriegszeit”

Mit dem Erstarken revisionistischer bzw. reaktionärer “Narrative” in den letzten zehn Jahren hat die Frage, wie an die Vernichtung der europäischen Juden erinnert werden soll, neue Aktualität erlangt. Die öffentliche Vorlesung im Kino nimmt dies zum Anlass eines historischen Rückblicks auf die Geschichte der Erinnerung an den Holocaust von der frühen Nachkriegszeit bis in die 1980er Jahre, die immer eine Auseinandersetzung über die Deutungshoheit war. 

Die alle 14 Tage stattfindende Vorlesung im Kino zeigt exemplarisch ausgewählte Spielfilme verschiedener Genres (oft Verfilmungen literarischer Vorlagen): Nach einer Einführung wird der Film projiziert (z.T. analog auf 35 mm); im Anschluss wird der Film jeweils analysiert und in seinem politischen und ästhetischen Zusammenhang dargestellt. Zum Abschluss ist immer ca. eine halbe Stunde Zeit für eine gemeinsame Diskussion.

Die Veranstaltungen stehen allen Interessierten offen. Der Eintritt ist kostenfrei.

 

Veranstaltungs­informa­tionen

Was?

Filmvorführung mit Gespräch

Wann?

–

–

Wo?

Kino im Schillerhof

Helmboldtstraße 1

07749, Jena

Anmeldung erforderlich?

Nein