Verdun 1916
Inhaltsangabe
L’Ossuaire de Douaumont, das Beinhaus auf dem Schlachtfeld vor Verdun, ist ein trutziges Gebäude. Sein Turm stellt ein in den Boden versenktes Schwert dar, dessen Spitze nach unten zeigt, also ein klassisches Symbol für Friedfertigkeit. Ab 1921 wurde das Beinhaus mitten auf dem Schlachtfeld errichtet. Bereits seit 1918 sind die dort verstreuten Knochen auf
Initiative des Bischofs von Verdun, Mgr. Ginisty, eingesammelt, in Säcke verstaut und in einer Holzhütte abgelegt worden.
Man schätzt die in den Kellerräumen des Beinhauses aufgeschichteten Knochen auf die Überreste von ca. 130.000 Soldaten, „deren Namen nur Gott kennt“, wie es auf britischen Grabsteinen und Monumenten an der Somme heißt.
Nach langen Jahren der Bauzeit wurde der „Ossuaire de Douaumont“ 1927 provisorisch eröffnet und 1932 endlich feierlich eingeweiht. Der Grund für diese lange Bauzeit war, dass es an zentral bereitgestellten Mitteln mangelte. Doch das Comité de l’Ossuaire ließ nie in seinen Bemühungen nach, von Gemeinden und Privatpersonen Gelder zu erhalten, sodass sich schließlich mehr als 120 französische Städte beteiligten. Hinzu kamen noch Spenden von ausländischer, besonders von amerikanischer Seite. So konnte der Ossuaire durch dieses vielfältige und über mehr als ein Jahrzehnt andauernde Engagement die bedeutendste Nekropole der französischen
Nation werden.