Schönheit und Architektur

Die Wertschätzung gebauter Lebenswelten

Format: Heft
27. April 2026
von: Michael Heinrich

Dr. Michael Heinrich ist seit 2006 Professor an der Hochschule Coburg. Nach dem Studium an der Salzburger Kunstuniversität Mozarteum und anschließender Berufspraxis promovierte er bei dem renommierten Psychologen Ernst Poeppel an der LMU München in Psychologischer Ästhetik/Humanbiologie. 2021/2022 wurde er als Visiting Scholar an die Universität Cambridge berufen. Seit 2023 leitet er das neu gegründete transdisziplinäre Institut Mensch & Ästhetik (Universität Bamberg und Hochschule Coburg) am Standort Coburg.

Inhaltsangabe

Der Begriff der Schönheit hat auch heute noch einen hohen Wert, für unser psychisches Wohlbefinden, aber auch für die Wirtschaft: Schöne Autos, schöne Möbel, schöne Häuser – für all das geben wir sehr viel Geld aus. Vor allem der gebaute Raum und die Architektur, die uns umgeben, prägen unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit noch viel stärker, als wir es bewusst registrieren. Aber was meinen wir eigentlich damit, wenn wir etwas schön finden? Entspricht es dann einfach nur unserem ganz eigenen, subjektiven Geschmack? Oder ist es diejenige Ästhetik, die der Zeitgeist, unser soziales Umfeld und unser kulturelles Milieu uns diktiert?
Gibt es schließlich vielleicht auch Aspekte der Schönheit, die tief in unser aller Wahrnehmung und unserer Körperlichkeit verankert sind?
Vor dem Hintergrund zahlreicher wissenschaftlicher Studien aus vielen Disziplinen (Psychologie, Neurowissenschaften, Humanbiologie, Sozialwissenschaften, Philosophie) wird hier versucht, das schillernde Phänomen des Schönheitsempfindens verstehbar und greifbar zu machen.

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