Die Weimarer Reichsverfassung vom 11. August 1919

Format: Heft
12. Dezember 2019
von: Walter Mühlhausen

Inhaltsangabe

Vom 6. Februar bis zum 21. August 1919 tagte die Nationalversammlung in Weimar. Von den während dieser Zeit abgehaltenen 86 Sitzungen fanden 85 in der Residenzstadt an der Ilm statt. Das erste demokratische Reichsparlament in der deutschen Geschichte, das am 19. Januar 1919 gewählt worden war, legte in Weimar den Grundstein für die erste deutsche Republik. Neben einer allgemeinen Gesetzgebungstätigkeit, der Bestimmung der Regierungsorgane und der Entscheidung über den Versailler Friedensvertrag war eine ihrer zentralen Aufgaben die Erarbeitung einer Verfassung. Am 31. Juli 1919 verabschiedete die Nationalversammlung mit 262 Stimmen von SPD, Zentrum und DDP gegen 75 Stimmen von DVP, DNVP und USPD die „Verfassung des Deutschen Reichs“, die von Reichspräsident Friedrich Ebert am 11. August 1919 unterzeichnet und auf die er am 21. August vereidigt wurde. Die Verfassung, die als die freiheitlichste und demokratischste ihrer Zeit galt, legte das Fundament eines modernen parlamentarisch- demokratischen Rechtsstaates. Von ihr gingen bedeutende Wirkungen für die deutsche Demokratiegeschichte aus.

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