Politik im Land Thüringen

1920 - 1933

Format: Buch
19. November 2018
von: Timo Leimbach

Dr. Timo Leimbach, geb. 1985 in Eschwege, ist Studienrat der Freien und Hansestadt Hamburg sowie Junior Fellow am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien an der Universität Erfurt. 2005–2009 Studium der Geschichtswissenschaft und Latinistik, 2009/10 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena, 2010–2013 Stipendiat am Max-Weber-Kolleg, 2013 Promotion mit dem Prädikat summa cum
laude, 2014 Auszeichnung mit dem Max-Weber-Preis für Nachwuchsforschung. Veröffentlichungen u. a.: Der Landtag von Thüringen 1919/20–1933, Düsseldorf 2016.

Inhaltsangabe

Deutsches Epochenjahr 1918 – thüringisches Epochenjahr 1920. Noch einschneidender als die Zäsur 1918, die global das Ende des Ersten Weltkriegs und für Deutschland den endgültigen Durchbruch von Demokratie und Republik markierte, war für die Thüringer das Epochenjahr 1920. Nach über einem halben Jahrtausend territorialer Zersplitterung schlossen sich mehrere Kleinstaaten auf parlamentarische-demokratischem Wege zum Land Thüringen zusammen. Obgleich sich dieses noch nicht in den heutigen Landesgrenzen bewegte, markierte der 1. Mai 1920 somit nicht weniger als die Geburtsstunde des Landes Thüringen. Revolution und Militär–Putsch, linkssozialistisches Reformland und Reichswehreinmarsch, nationalsozialistisches Experimentierfeld und chronisches Finanzdefizit. Gleich mehrfach war die gerade erst errungen Einheit und Selbstständigkeit Thüringens bedroht. Offen wurde über die neuerliche Aufteilung des Landes oder seinen Anschluss an Preußen oder Sachsen diskutiert. Wie kam es zu dieser Häufung extremer Krisen? Und vor allem: Wie gelang es, trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen den Grundstein des Landes Thüringen zu legen und seine Eigenständigkeit bis in die Gegenwart zu bewahren?

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