Das antarktische Ozonloch
Inhaltsangabe
Trotz seiner geringen Konzentration hat Ozon eine besondere Relevanz für das Leben auf der Erde. Ozon ist ein stechend riechendes, auch bei geringen Konzentrationen hochgiftiges Gas, das bei hohen Werten in Bodennähe gesundheitliche Beschwerden, wie zum Beispiel Reizungen der Atemwege, hervorrufen kann. Zuviel bodennahes Ozon gefährdet außerdem das Pflanzenwachstum und kann Einbußen von Ernteerträgen verursachen. Zum anderen hat Ozon die physikalische Eigenschaft, elektromagnetische Strahlung im ultravioletten (UV) Spektralbereich zu absorbieren. Insbesondere die von der Sonne kommende, für Lebewesen schädliche UV-B Strahlung wird in der stratosphärischen Ozonschicht nahezu vollständig absorbiert. Wissenschaftler nehmen heute an, dass die Entwicklung von Lebensformen auf dem Land erst nach der Entwicklung der Ozonschicht möglich war. Das stratosphärische Ozon schützt nicht nur die Erdbevölkerung vor Krankheiten wie Hautkrebs oder grauem Star, sondern verhindert auch biologische Schäden an Pflanzen und ozeanischen Ökosystemen. Eine Abnahme des stratosphärischen Ozons führt zwangsläufig dazu, dass die UV-Strahlungsbelastung am Erdboden und die damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit zunehmen. Tatsächlich hat der globale Gesamtozongehalt seit den 1980er-Jahren weltweit abgenommen. Der dramatischste Ozonabbau geschieht dabei im Frühjahr über der Antarktis, wo sich jedes Jahr für ca. 2–3 Monate das sogenannte antarktische Ozonloch entwickelt.