Ostpolitik

7. Dezember 1970

Format: Heft
10. Dezember 2020
von: Rolf Steininger

Rolf Steininger, Dr. phil., em. O. Universitätsprofessor, 1984–2010 Leiter des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck; 2008–2018 auch an der Freien Universität Bozen; Senior Fellow des Eisenhower Center for American Studies der University of New Orleans; zahlreiche Veröffentlichungen sowie Film- und Hörfunkproduktionen; www.rolfsteininger.at <http://www.rolfsteininger.at> 

Inhaltsangabe

Am 7. Dezember 1970 war für 12:00 Uhr in der polnischen Hauptstadt die Unterzeichnung des Warschauer Vertrages vorgesehen. Es begann mit der historischen Reise Willy Brandts nach Erfurt im März 1970, wo er DDR-Ministerpräsident Willi Stoph traf, und dessen Gegenbesuch
in Kassel vier Wochen später. Der Schlüssel für Erfolg oder Misserfolg der neuen Politik lag im Kreml. Willy Brandts Vertrauter, Egon Bahr,
erreichte nach 55 Stunden Verhandlungen in Moskau eine Einigung mit den Sowjets. Im August 1970 wurde der Moskauer Vertrag unterzeichnet; es folgte der Warschauer Vertrag im Dezember und ein Jahr später das Viermächteabkommen der vier Alliierten über Berlin. 1972 ging es dann um die Ratifizierung der Ostverträge im Deutschen Bundestag – mit dem gescheiterten konstruktiven Misstrauensvotum der CDU/CSU-Opposition gegen Willy Brandt.

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