Die Entführung der Landshut 1977
Inhaltsangabe
Am 13. Oktober 1977 wurde die in Mallorca gestartete Lufthansa-Maschine „Landshut“ mit mehr als 80 Menschen an Bord von einem vierköpfigen palästinensischen Terrorkommando entführt, das unter anderem die Freilassung mehrerer Gefangener aus den Reihen der Roten Armee Fraktion (RAF) forderte. Mit mehreren Zwischenstationen landete die „Landshut“ nach fünf Tagen in der somalischen Hauptstadt Mogadischu, wo sie in der Nacht auf den 18. Oktober 1977 von der GSG 9, einer Spezialeinheit des Bundesgrenzschutzes gestürmt wurde. In die Geschichte gingen die Ereignisse ein als das Ende des „Deutschen Herbstes“, der am 5. September mit der Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer durch ein Kommando der RAF begonnen hatte. Schleyer wurde nach der Befreiung der „Landshut“ ermordet, die Stammheimer RAF-Gefangenen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe nahmen sich in ihren Zellen das Leben. Die Bilder der „Landshut“, die in Rom, Dubai, Aden und Mogadischu aufgenommen wurden gingen ebenso um die Welt wie die Aufnahmen Schleyers in der Geiselhaft und die Fotos von der Rückkehr der Geiseln nach Deutschland am 18. Oktober 1977.