John F. Kennedy 1963 in West-Berlin

und die deutsch-amerikanischen Beziehungen

Format: Heft
10. Dezember 2019
von: Rolf Steininger

Rolf Steininger, Dr. phil., em. O. Universitätsprofessor, 1984–2010 Leiter des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck; 2008–2018 auch an der Freien Universität Bozen; Senior Fellow des Eisenhower Center for American Studies der University of New Orleans; zahlreiche Veröffentlichungen sowie Film- und Hörfunkproduktionen; www.rolfsteininger.at <http://www.rolfsteininger.at> 

Inhaltsangabe

"Am 26. Juni 1963 sprach US-Präsident John F. Kennedy in West-Berlin jenen unvergesslichen Satz auf Deutsch: „Ich bin ein Berliner!“ Mit diesem Satz wurde zum einen die Entschlossenheit der USA demonstriert, die Freiheit West-Berlins zu sichern, zum andern besaß dieser Satz eine hohe Symbolkraft für die deutsch-amerikanischen Beziehungen. Der Grundstein für diese Beziehungen wurde in den ersten Nachkriegsjahren im Kalten Krieg gelegt – mit der Gründung des Weststaates und der damit verbundenen Teilung Deutschlands als Konsequenz. 1949 gab es zwei deutsche Staaten. Die Bundesrepublik wurde Partner des Westens. Wiedervereinigung war kein Thema, auch bei den amerikanischen Präsidenten nicht. Mit einer Ausnahme: Präsident Ronald Reagan. Für ihn war die Teilung ein unnatürlicher Zustand. Unvergessen bleibt seine 1987 an Sowjetführer Gorbatschow gestellte Forderung in Berlin: „Mr. Gorbachev, tear down this wall!“ Zwei Jahre später fiel die Mauer. Wieder ein Jahr später gab es die Wiedervereinigung. Mitentscheidend dafür war die deutsch-amerikanische Partnerschaft, die auch in den folgenden Jahren ein Faktor blieb."

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