Michael Scholz-Hänsel studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Theaterwissenschaft in Berlin (FU) und Hamburg. In seiner Dissertation (1984) analysierte er die Freskomalereien von Pellegrino
Tibaldi im Escorial. Als Hochschulassistent in Marburg war er 1988 Mitbegründer der „Carl Justi-Vereinigung zur Förderung der kunstwissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Spanien, Portugal und
Iberoamerika“. Für diese veranstaltete er u. a. Kongresse in Madrid (Museum Thyssen-Bornemisza 1999) und Valladolid. 1996 erfolgte die Habilitation zum Thema „Kunst und Inquisition. Von Wegen und Folgen der Intoleranz“, der sich zahlreiche Vertretungsprofessuren anschlossen. 2011 wurde er an der Universität Leipzig zum Außerplanmäßigen Professor ernannt. – Er publizierte Monografien zu Jusepe de Ribera (2000), El Greco (2004; Neuauflage 2014), Inquisition und Kunst (2009) und Madrid. Architektur und Kunst. Reclams Städteführer (2016); von ihm herausgegeben wurde Spanien im Fotobuch (2007). Als Mitherausgeber wirkte er bei dem Ausstellungskatalog El Greco und die Moderne (Düsseldorf 2012) und dem Sammelband Spanische Kunst von El Greco bis Dalí (2015) mit. 2013 organisierte er mit Unterstützung der Fritz Thyssen Stiftung an der Universität Leipzig die internationale Tagung El Greco und der Begriff der „Spanischen Schule“. 2019 war er im Rahmen eines Erasmusprogrammes zu Vorträgen in Sevilla.