DNA

Format: Heft
12. Dezember 2019
von: Uwe Hoßfeld

Uwe Hoßfeld ist außerplanmäßiger Professor für Didaktik der Biologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Inhaltsangabe

Das menschliche Genom umfasst 3,2 Milliarden Gen-Buchstaben (aus den Basen Adenin, Cytosin, Thymin und Guanin bestehend). Dieser „Buchstabentext“ würde summarisch etwa 3000 Bücher füllen (jedes Buch mit 1000 Seiten à 1000 Buchstaben pro Seite). Zum Erstaunen der Genetiker beinhaltete das menschliche Genom aber nur 20000 bis 25000 Gene; kaum als das eines Fadenwurms (Caenorhabditis elegans hat etwa 19000 Gene). Würde man schließlich alle 46 DNA-Fäden, welche in einem Zellkern auf die Chromosomen verteilt sind, aneinander reihen, dann wäre dieser Faden in etwa zwei Meter lang, aber nur winzige zwei Nanometer (0,000002 mm) im Durchmesser. Der DNAFaden ist somit eine Aneinanderreihung der Bausteine A, C, T und G. Mehr als 65 Jahre nach der bahnbrechenden Entdeckung von Watson und Crick scheint es, dass weltweit kaum eine kriminalistische Fernsehserie wie „Navy CIS“ oder „Medical Detectives“ mehr ohne DNA-Analysen und Forensiker auszukommen scheint, diskutieren Verbraucherschützer mit Politikern und der Bevölkerung über genveränderte Lebensmittel und den damit einhergehenden Folgen, stellt die aktuelle Tagespresse mittels DNA aufgeklärte Verbrechen in aller Breite vor oder diskutieren Mediziner und Ethiker über Klontechnik. Die DNA und das mit ihr transportierte „Bild der Doppelschraube/Doppelhelix“ sind als Phänomen aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Eine Suchanfrage nach dem Stichwort „DNA“ bei Google ergab am 4. Oktober 2018 über 568.000.000 Suchergebnisse!

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