Deepwater Horizon: Blowout!
20. April 2010
Inhaltsangabe
20. April 2010, Golf von Mexiko, auf der Bohrinsel Deepwater Horizon: Gas, Öl und Schlamm schießen unkontrolliert aus der Bohrung empor und ergießen sich über den Stahl-Koloss – Blowout! Der Blowout (Bohrlochausbruch) ist der Albtraum jedes Ölarbeiters: Das explosive Gas entzündet sich, dann brennt auch das Öl. Die Bohrinsel wird zum flammenden Inferno, Flüchtende müssen innerhalb von Minuten ein Rettungsschiff erreichen oder ins Meer springen. Die Fackel der fast 100 Meter hohen brennenden Stahlinsel, umwabert von schwarzem Qualm, ging als Mahnmal des größten Ölunfalls auf See und einer gigantischen ökologischen Katastrophe um die Welt. Die brennende Deepwater Horizon explodierte am gleichen Tag und versank zwei Tage später – am 22. April – im Meer. 11 Ölarbeiter starben, 99 wurden gerettet, 17 davon waren schwer verletzt. Am 29. April 2010 hatte der Ölteppich die US-Küste erreicht. Erst am 19. September 2010 konnte das 1500 Meter tief Bohrloch am Meeresgrund endlich verschlossen werden. Bis dahin waren etwa 800.000 Barrel Rohöl ausgelaufen, umgerechnet 127.192.000 Liter. Ein Barrel (engl.: Fass) ist die weltweit gebräuchliche Mengeneinheit für Erdöl, es entspricht 159 Litern.