Konrad Wolfs "Der nackte Mann auf dem Sportplatz" (1973) erzählt still und eindringlich vom schwierigen Verhältnis zwischen Kunst und Gesellschaft. Zum 100. Geburtstag des Regisseurs zeigt das Bürgerzentrum Cruciskirche diesen besonderen DEFA-Film - einen seiner persönlichsten - über das Ringen eines Künstlers mit sich selbst und seiner Zeit. Anschließend laden in bewährter Tradition der Berliner Filmpublizist Klaus-Dieter Felsmann und Moderator Wieland Koch zum Gespräch über künstlerische Freiheit und Alltag in der DDR, über Erinnerungen und überraschende Parallelen zur Gegenwart.
Kurzinhalt des Films „Der nackte Mann auf dem Sportplatz“:
Kemmel ist Bildhauer, ein Künstler, der es sich und anderen nicht leicht macht. Auf die vierzig zugehend, fragt er sich, was er bisher Bedeutendes geschaffen hat. Einige Arbeiten werden von den Leuten nicht angenommen. Der Arbeiter Hannes, den er als Modell für eine Porträtplastik haben will, zeigt kein Interesse. Dann lässt er sich doch darauf ein. Kemmels Arbeit misslingt, aber die stundenlangen Sitzungen sind für beide ein Gewinn, jeder dringt ein wenig in die Welt des jeweils anderen ein. Kemmel fährt in sein Heimatdorf und bekommt den Auftrag, eine Skulptur für den Sportplatz zu schaffen. (DDR, 1974, 101 min, FSK: 6)
Termin: 18. November 2025, 19 Uhr, Bürgerzentrum Cruciskirche, Crucisstraße 8, 99706 Sondershausen
Der Eintritt ist frei.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen und eine angeregte Diskussion!
Eine Kooperation mit dem Förderverein Cruciskirche Sondershausen.
Mehr Infos: www.lztthueringen.de