„Die NSU-Monologe“ – Theateraufführung und Podiumsdiskussion zur Auseinandersetzung mit den Morden des NSU am 23.11.2025, 18.00 Uhr, Theater Altenburg (Heizhaus)

Am Sonntag, den 23. November 2025, wird im Heizhaus des Theaters Altenburg ab 18:00 Uhr das Theaterstück „Die NSU-Monologe“ aufgeführt. Im Anschluss an die von der Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Theater AltenburgGera organisierte Aufführung findet eine Podiumsdiskussion statt, die sich mit der politischen und gesellschaftlichen Aufarbeitung des NSU-Komplexes befasst.

„Die NSU-Monologe“ sind ein Theaterstück, das auf den Erlebnissen der Angehörigen von Opfern des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) basiert. In einer Mischung aus Dokumentartheater und persönlichen Erzählungen werden die Perspektiven von Familienangehörigen der NSU-Opfer vorgestellt, die ihre Erfahrungen mit den Morden und deren Folgen schildern. Die Darstellung dieser Berichte beleuchtet die Auswirkungen der Verbrechen auf die betroffenen Familien, aber auch die Gesellschaft insgesamt.

Die Inszenierung ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit den betroffenen Angehörigen und verfolgt das Ziel, die Stimmen dieser Personen hörbar zu machen und die Auseinandersetzung mit den Morden des NSU weiterzuführen. Die Diskussion über die Verstrickungen von staatlichen Institutionen und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die zur Entstehung des NSU beitrugen, bildet einen zentralen Bestandteil des Theaterstücks.

Im Anschluss an die Aufführung diskutieren Elisa Calzolari (MigraNetz Thüringen e.V.), Mohamad Akef Otari (Abli e.V.) und Adam Harfouch (NSU-Dokumentationszentrum Chemnitz) über die politischen und gesellschaftlichen Lehren aus den NSU-Morden. Die Diskussion wird von Ayşe Güleç (bpb) moderiert. Ein Schwerpunkt der Diskussion liegt auf der Frage, wie sich der Umgang mit Rechtsextremismus in Deutschland seit der Selbstenttarnung des NSU verändert hat und welche strukturellen Veränderungen notwendig sind, um ähnliche Verbrechen in der Zukunft zu verhindern.

Die Veranstaltung richtet sich an ein breites Publikum, das sich mit der Aufarbeitung des NSU-Komplexes und den damit verbundenen gesellschaftlichen und politischen Fragen auseinandersetzen möchte. Sie bietet eine Gelegenheit zur Reflexion über den Umgang mit rechtsextremen Terror in Deutschland und die Rolle des Staates und der Zivilgesellschaft bei der Bekämpfung von Rassismus und politisch motivierter Gewalt.

Alle Interessierten sind herzlich zur Teilnahme an der Aufführung und anschließenden Podiumsdiskussion eingeladen. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei. Eine Anmeldung beim Theater Altenburg-Gera ist erforderlich unter: https://tinyurl.com/nsu-monologe-abg

Die Veranstalter freuen sich über eine breite mediale Aufmerksamkeit und Berichterstattung zur Veranstaltung.

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