Der Nationalsozialismus wirkt auf vielfältige Weise bis in die heutige Gesellschaft hinein. Wer sich auf den Weg der Recherche begibt, ist nicht immer im Besitz umfangreicher Dokumente. Manchmal liefern Erzählungen oder persönliche Dokumente erste Anhaltspunkte. Einige beginnen die Suche ohne jegliches Vorwissen. Doch wie recherchiert man eigentlich in einem Archiv? Was lässt sich dort über die eigenen Vorfahren herausfinden – und was vielleicht auch nicht? Wie sind die Ergebnisse zu verstehen?
Diesen Fragen können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich im Workshop mit professioneller Unterstützung widmen. Der Historiker Johannes Spohr führt in die Grundlagen der Recherche ein, liefert Anregungen und Tipps und geht auf individuelle Fragen zur Recherche ein. Der Workshop soll grundlegende Kompetenzen der Archivrecherche vermitteln und dazu ermutigen, Archive zu nutzen und Hürden abzubauen. Im Workshop wird immer auch diskutiert, welche Bedeutung eine solche Recherche hat – individuell und gesellschaftlich. Es wird Wert auf eine vertrauliche Atmosphäre gelegt, die geeignet ist, Offenheit zwischen den Teilnehmenden herzustellen.
Johannes Spohr ist Historiker und lebt in Berlin. Er betreibt dort den Recherchedienst present past zum Nationalsozialismus in Familie und Gesellschaft (present-past.net).
Der Workshop wird begleitet von Christel Gäbler, Leiterin des Stadtarchivs Gera.
Weiterführend ist ein Termin am 20.01.2027, 10:00 – 12:00 Uhr im Stadtarchiv geplant.