In einer fernen Zukunft sind Arm und Reich streng voneinander getrennt: Die Machtelite hat sich in abgeschlossene Städte, „Zitadellen“ genannt, zurückgezogen, während die restliche Menschheit in von Schlamm bedeckten Landstrichen dahinvegetiert wie im Mittelalter. Zwischen beiden Welten existiert ein Austausch: Die Menschen draußen erhalten Saatgut, wenn sie menschliches Blut liefern, mit dem sich die Oligarchen regenerieren können. Dabei werden sie von zwielichtigen Verbindungsleuten draußen unterstützt. Einer davon ist Jonas, der Onkel der 14jährigen Vesper. Sie liefert ihm Blut, um von ihm Bakterien zu bekommen. Mit ihnen experimentiert sie heimlich, um eigene Nahrungsmittelquellen zu züchten. Alles verändert sich, als Camellia, eine junge Zitadellenbewohnerin im Wald bruchlandet. Beide freunden sich an und ergänzen sich. Werden Sie einen Weg aus der Misere finden?
Auch in diesem Jahr kooperiert die Thüringer Landeszentrale für politische Bildung mit den SchulKinoWochen in Thüringen. Die ausgewählten Filme blicken auf gesellschaftliche Utopien und politische Momente von populären Heldengeschichten, wie sie unter anderem in der europäischen Science-Fiction-Erzählung “Vesper Chronicles” gezeigt werden. Im Nachgang zur Filmvorführung beleuchtet die Politikwissenschaftlerin und Autorin Isabella Hermann diese Inhalte in einem 45-minütigem Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern.
Infos zum Film: Science-Fiction / Litauen, Frankreich, Belgien 2022 / 114 Min. / Regie: Kristina Buozyte, Bruno Samper / ab 10. Klasse / empf. ab 16 Jahren / FSK: 16
Themen: Dystopie, Privilegien, Macht, Armut, Kindheit, Erwachsenwerden, Familie, Freundschaft, ökologische Katastrophe, Mut
Fächer: Deutsch, Kunst, Ethik/Religion, Musik