Gleich nach seinem Amtsantritt 1971 investierte Erich Honecker massiv in den Sozialstaat DDR: Er ließ Wohnungen bauen, der volkseigene Betrieb wurde zum Lebensmittelpunkt bestimmt und Kindergartenplätze geschaffen. Der Staat organisierte das Private, Fürsorge wurde zur maskierten Kontrolle. Wer sich vom Staat umsorgen ließ, konnte sich sicher fühlen. Wer die Fürsorge als übergriffig erlebte und sie hinterfragte, musste mit Ausschluss und Verfolgung rechnen. Das ›Gefühl von Sicherheit‹ wird bis heute gerne genutzt, um die DDR zu beschreiben. Was bedeutete Sicherheit damals und wie sieht es heute mit der staatlichen Fürsorge aus?
Das diskutieren wir mit dem Historiker Prof. Dr. Thomas Lindenberger und Franziska Wetterling von der Plattform ›arbeiterkind.de‹.