Hermann Löns wird bis heute unkritisch als "Heidedichter" und Naturschutzpionier gefeiert – dabei steckt sein Werk voller rassistischer und völkischer Aufladungen. Sein Roman Wehrwolf, in dem germanische Bauern fremde Eindringlinge bekämpfen, popularisierte die Wolfsangel als rechtsextremes Symbol. Auf den Seebergen bei Gotha erinnert das Löns-Denkmal an diese ungebrochene Verehrung. Historiker Jens-Christian Wagner beleuchtet die völkischen Wurzeln seines Werks und die Rezeption durch Nationalsozialisten und heutige Rechtsextreme.
Kooperationspartner:
Eine Kooperation mit dem Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt.
Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe „Fake History – Geschichtsbilder unter der Lupe“ und wird getragen von Geschichte statt Mythen, History4Democracy und der Thüringer Landeszentrale für politische Bildung.