Geschichte war ein streng reguliertes Feld in der DDR. Auch der staatlich forcierte Antifaschismus ließ, so die Annahme, kaum Spielräume für abweichende Narrative. Wie konnten daher jüdische Verfolgungserfahrungen und antifaschistische Überzeugungen unter staatssozialistischen Vorzeichen verhandelt und artikuliert werden? Welche Rolle spielten jüdische Überlebende in der DDR in der kulturellen Auseinandersetzung mit der Shoah und dem Nationalsozialismus? Diesen Fragen geht Alexander Walther in dem Buch, nach. Er zeigt, welche Strategien es gab, um ein politisch vernachlässigtes und gesellschaftlich unerwünschtes Thema dennoch öffentlich zu platzieren und Akzente zu setzen. Dr. Alexander Walther hat Geschichte und Englisch für das Lehramt studiert, war wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Jena und Erfurt und ist jetzt wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt Tacheles 2026: Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen am Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz. Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der 34. Jüdisch-israelischen Kulturtage.
Veranstaltungsinformationen
Wann?
Wo?
Erfurt, Erinnerungsort Topf und Söhne
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Anmeldung erforderlich?
Nein