Persönliche Geschichte: Mathias Wienecke

Am Vorabend des 40. Jahrestages der DDR kam es in Gotha, wie in den vergangenen Wochen jeden Freitag, zum Friedensgebet. Dieses Mal hatte Matthias Wienecke, Jugendleiter im Kirchenkreis etwas Besonderes geplant. Auf der Treppe vor dem Altar waren 40 Kerzen aufgebaut. „Jeder der möchte, kann eine Kerze ausblasen und am Mikrophon sagen, warum ihm nicht zum Feiern zumute ist“, forderte Wienecke die Teilnehmenden auf. Erst zögerlich, aber dann beständig traten die Menschen vor und machten ihrem Ärger, Frust und ihrer Verzweiflung Luft. Danach ermutigte Wienecke sein Publikum, ihre Hoffnungen zu teilen. Wieder kamen die Menschen nach vorn und zündeten für jeden geäußerten Traum eine Kerze neu an.