Persönliche Geschichte: Margard Wohlfahrt
„Es ist schon komisch: wir machen hier so eine Art Revolution nach siebzehn Uhr. Die Leute gehen arbeiten, dann zum Friedensgebet, also der Einstig in die Politik. Eine Revolution nach Feierabend.“, schrieb Margot Friedrich am 23.10.89 in ihr Tagebuch. Obwohl sie ihren Aktivismus nur als Nebentätigkeit beschreibt, ist Friedländer extrem einflussreich in Eisenach. Nicht nur begründete sie den regionalen Ableger des Demokratischen Aufbruchs, sondern sie gab als Mitbegründerin von „Frauen für den Frieden“ auch denjenigen eine Bühne, die in den männlichen Diskussionsrunden sonst nicht zu Wort kamen.